Das Wasser gibt die Richtung vor: Wie ein Flusskiesel soll ein mächtiger, rundgearbeiteter Steinwaldfindling ostwärts nach Eger/Cheb rollen. Als Nabe dient eine Bohrung, Stangen an jeder Seite werden zur Deichsel, ein kräftiges Pferd wird beim Transport behilflich sein – ein Fußmarsch nach Böhmen mit Pferdegespann und rollendem Stein.
Warum der Aufwand, warum die Mühen, ein Stein lässt sich heute viel einfacher transportieren? Um einen Steintransport geht es bei diesem Vorhaben nur vordergründig, auch geht es nicht um künstlerische Selbstdarstellung - eigentlich werden ganz andere, weniger greifbare aber dennoch bedeutungsvolle Dinge transportiert: Der Stein ist Symbol für 950Jahre Besiedelungsgeschichte, für Höhen und Tiefen, für Leben und Alltag der Menschen im Fichtelgebirge und in Westböhmen. Da wir davon ausgehen müssen, dass die Zeiten eher hart waren, wählen auch wir nicht den leichten und einfachen Weg. Wir wollen mit dieser Kunstaktion symbolisch ein wenig von der Last der Geschichte tragen und ein Zeichen setzen:

Stein der Versöhnung - Stein des Friedens

Am Ziel der Wanderung ist vorgesehen den Rollenden Stein der Stadt und den Menschen von Eger/Cheb als Geschenk und Kunstwerk zu übereichen.
Welche Wirkung dies entfaltet, auf welche Resonanz es stößt? - Dies können wir nicht vorhersehen, wir können lediglich den Stein ins Rollen bringen.

Die Initiatoren würden sich freuen, wenn möglichst viele Menschen mitmachen  - nur dann kann das Kunstwerk gelingen. Jeder Beitrag ist erwünscht – jede  finanzielle Förderung hilfreich!

Träger: Otnant-Gesellschaft, Dr. Bernd Thiesser Bankverbindung: Otnant-Gesellschaft,
Sparkasse Oberpfalz Nord
BLZ 753 500 00, Konto Nr. 380631127
Stichwort: Rollender Stein               (Steuerbeleg erhältlich)

Partner: Stiftung Europäisches Comenium/Cheb

Termine:

Sonntag, 17. Juli, ab 16.00 Uhr - Abholung am Weißenstein im Steinwald
... es ist angerollt , mit der Hilfe von Fritzchen (Süddeutsches Kaltblut)




Sonntag. 7. August, ab 10.00 Uhr - historische Wanderung
Der Stein rollt auf den Spuren der einstigen Otnant-Straße (auf dem Weg der von Eger kommt - viam quae procedit de Egire)
Treffpunkt: Neusorg, Sportplatz  Link
Über Höll und Haid (Pass und Wasserscheide von Naab und Eger) ziehen wir ein Stück ostwärts in Richtung Waldershof.

Ankunft in Eger/Cheb am 26.August 2011
An diesem Tag erreichen die 950-Jahr-Feierlichkeiten der Stadt Eger mit den Wallensteinfestspielen und dem historischen Umzug ihren Höhepunkt. Wir sind eingeladen uns mit Pferd und Rollendem Stein dem Umzug anzuschließen. Die offizielle Übergabe erfolg anschließend auf dem historischen Marktplatz. Der Wunsch des Künstlers ist das Ereignis in einem riesigen Gruppenfoto festzuhalten.

Ausblick - Perspektiven

  • Was soll künftig mit dem Rollenden Stein geschehen, welchen Platz, welchen Zweck wird er finden? Grundsätzlich liegt in einem Geschenk die völlige Freiheit seiner Verwendung. Das heißt, es sind keinerlei Vorgaben oder Bedingungen damit verknüpft.

  • Wir möchten mit dieser grenzüberschreitenden Kunstaktion nicht nur einen Stein bewegen, sondern vielleicht ein wenig auch die Herzen. Schade wäre es, wenn das 950-Jubiläumsjahr ohne nachhaltige Spuren im Bewußtsein der Menschen und auch in der Landschaft bliebe. Erstere werden sicherlich die zahlreichen Feierlichkeiten, Veranstaltungen, und Puplikationen hinterlassen. Beispielsweise steht die diesjährige Sommerschule der Stiftung Europäisches Comenium (in Zusammenarbeit mit der Otnant-Gesellschaft) ganz im Zeichen der Urkunde von 1061.

  • Wegzeichen - Spuren in der Landschaft - eine Anregung:Mit der Kunstaktion Rollender Stein wollen die Initiatoren die Verwirklichung bzw. die Ausweisung eines grenzübergreifenden "Otnant Rad-und Wanderweges" auf historischen Spuren als bleibende Einrichtung anregen. Der Rollende Stein von Eger könnte als Skulptur und als erstes Wegzeichen den Ausgangs- bzw. Endpunkt bilden.

  • Ausstellung
    Im folgenden Jahr sollen Dokumentation und Exponate der Kunstaktion
    in einer grenzübergreifenden Ausstellung gezeigt werden.